German Open hanggliding
June 2005- Greifenburg
nach Kärnten ruft das deutsche Organisationskomitee Regina Glas, Harry Buntz und Rudl Bürger zur deutschen offenen Meisterschaft ab dem 27. Juni für eine Woche die deutschen Drachenflieger auf die Emberger Alm. Es erscheinen 90 Piloten aus 12 verschiedenen Nationen zur “German Open” und wir haben klasse Teilnehmerfeld wie schon lang nicht mehr bei unserer Meisterschaft !!
Nach der sonntäglichen Einschreibung gehts am Montag bei gutem Wetter gleich “an die Basis” zum ersten Durchgang
day 1
die Thermik auf der Emberger Alm will sich heut nicht so ganz toll entwickeln, wie man das sonst so gewohnt ist, daher beschliessen wir ein flaches Dreieck über 91 km.
10 km Entry Radius zum Gailbergsattel, dann in die Südseite des Gailtals, fast rein in die Karawanken und von dort mit Talquerungen zurück nach Greifenburg.
Am Startgate kann ich mich nur suboptimal platzieren und bin mit 3 Minuten Verspätung aber 2800 m Höhe in guter Position. Olli, Oleg, Seppi sind nette Gesellschaft beim erser Gleiter quer übers Drautal. Der Ritt entlang der Gailtal Nordseite ist ein Kinderspiel, ich kann mich auf den 50 km mit in die führende Position schieben. Die Talquereung übers Gailtal machen Oleg, Seppi und ich dann als erste, drehen nach der 2. Wende noch mal komfortabel auf 2400 m auf und können uns dann aber schwer zur Gegenwindquerung des Tals entscheiden, was sich als der taktische Fehler des Tages herausstellt. Der direkte Anflug aufs Ziel quer übers Tal wäre die richtige Entscheidung gewesen. Wir hangeln uns noch an der slovenischen Grenze entlang, verlieren dabei noch mal reichlich an Höhe, Bärte sind hier Mangelware und ich selbst versenke mich fast noch im Gailtal. Geduldsarbeit bringt mich wieder auf 2000 m die dann fürs final reichen.
Fazit: aus extrem aussichtsreicher Position kurz vorm Endanflug zu sehr an die Entscheidung der Helden anderen geglaubt und dadurch den folgenden die Tür zum Überholen aufgemacht 😉 Guido und Oli hats gefreut
day 2
Wetterleuchten in der Nacht zeigen uns die labile Luftmasse an – am morgen Kaiserwetter oder blue sky !
dann am startplatz machen sich Cirren breit und es kommt etwas abwartende Haltung bei den Helden der Lüfte auf – doch dann bilden sich die ersten Cumuli und gleich wirds hektisch an der Rampe.
Nach dem Aufdrehen dann bilden sich schon die ersten Schauer, am Startgate 10 km weiter regnet und graupelt es mehr und ich entscheide mich ob der überall dunkler werdenden Wolken zur Rückkehr nach Greifenburg, wo es noch nicht nach Überentwicklung ausschaut.
Gelandet in Waisach stelle ich fest, daß die Organisatoren trotz langer Diskussion sich dem Anraten des aus Piloten bestehenden Safty Komitee widersetzen und sich nicht zur Absage entschieden haben und so läuft der Task heut ohne mich.
Da gibt es abends wohl reichlich diskussionsbedarf ….
Obwohl auch viel andere und auch namhafte Piloten wie der Vortagessieger Guido Gehrmann und Tom Weissenberger zusammen mit reichlich weiteren Piloten sich bei dem zweifelhaften Wetter zum Landen entscheiden, wird auch ein Protest wegen Wettbewerbsverzerrung abgewiesen und somit die Piloten mit vorsichtigem Verhalten punktemässig bös bestraft – naja Übermut kommt vor dem Fall – soll man zwar keinem Flieger wünschen, aber wenn wettbewerbsfliegen jetzt so geht dann geht nicht mehr lang !!
day 3
Aufbauübung am Startpaltz und trotz der “zuverlässigen” Wetterberatungen die erst für nachmittags die Gewitter ankündigen – regnet und donnert es um 12.30 Uhr
day 4
nach feuchtem Tagesbeginn stabilisiert sich der Tag schnell und um 13.45 starten wir zu den knapp 80 Kilometern bei niederiger Basis zu einem Rennen entlang der Drautalkette. 2 Talquerungen geben der Aufgabe die Würze und ich kann mich respektabel platzieren, was mich in der Gesamtwertung auf einen nicht ganz vernichtenden Platz vorücken läßt – das Gesamtergebnis ist nach Tag 2 eh für die Katz – cheers mate !!
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