Rail & Fly und Gulgong Classic 2004

Posted By admin on Nov 21, 2004 | 0 comments


Diesen Winter ruft nicht nur der australische Sommer, sondern im Januar auch noch die Weltmeisterschaften der Drachenflieger nach mir. Zwei driftige Gründe schon ein bischen früher dem hereinbrechenden Winter den Rücken zu kehren.

Mit der Asiana Airlines bringt mich ein schon altbewährter Airliner nach DownUnder – erst darf ich allerdings noch die Vorzüge der deutschen Bahn genießen und so beginnt die Reise in den Süden diesmal etwas gemächlicher

Aus dem brandenburgischen Nebel fliegt der ICE im Tiefflug über die Gleise in die Main Metropole Frankfurt. Ich treff Olli auf dem Terminal 1 und wir checken das angemeldete Übergepäck mit einem Lächeln beidseitig des Counters ein. Den Zwischenstopp in Seoul versüßen uns dann die freundlichen Koreaner im Spa in Incheon – so verfliegen die 5 Stunden und wir steigen frisch in den zweiten Flieger Richtung Sydney.

Gerolf holt uns morgens nach SydneyZeit am Flughafen ab und es geht direkt in die Moyes factory nach Botany, alle freuen sich über die frühe Ankunft der deutschen Halbaustralier und wir spicken dort nach den Neuigkeiten, die unsere Vögel in diesem Jahr zu weltmeisterlichen Ehren verhelfen sollen.
Am Bronte Beach verbinde ich mich dann nachmittags mit der australischen Natur und umhülle meinen Körper mit dem Wasser des pazifischen Ozean. Die kommenden beiden Tage sind Joggen und Baden am Strand, verbunden mit der Abholung von Drachen von Cargo und Zoll die ausfüllenden Beschäftigungen.

Mit der Bahn u Bus fahr ich danach nach Manilla, wo ich mein Auto und den Wohnwagen rollbereit mache und dann geht’s auch schon gleich nach Gulgong zum ersten Wettbewerb der australischen Flugsaison.
Ein schöner Flugplatz, 5 km außerhalb der Ortschaft, dient als Austragunsort des jungen australischen Wettbewerbs, der erstmalig ein AA Wettbewerb ist und den Australiern auch schon als Standortbestimmung für die Weltmeisterschaften dient.

Für mich, direkt aus dem hereinbrechenden deutschen Winter eingeflogen kommt da eher Urlaubs-, als Wettbewerbsstimmung auf und so verschlafe ich dann gleich den ersten Tag. Das französische GPS können sie hier nicht programmieren und auch nicht auslesen und bis ich dann alles manuell eingelesen hab, steh ich schon als letzter in der Startreihenfolge. Dann will ich’s besonders gut machen, race mit den anderen tief mit, und steh dann auch gleich nach 17 km am Boden. Welcome in Australia ! Nett werde ich von den Besitzern der Hundefarm begrüßt und der smalltalk lenkt gleich vom Geschehenen ab und nach kurzer Wartezeit in der stabil geschichteten heißen Luft der Western Slopes kommt auch schon Willi mich hier abholen. So muß ich nicht auf mein Team warten welches selbstredend erst ins Ziel fährt um dort die anderen einzuladen.

Die Tage danach darf ich dann auch ein bisschen mitfliegen mit den heißen australischen TopPiloten und wenns schon mal nicht läuft krieg ich dann auch gleich noch einen Wendepunkt nicht angerechnet als ich als 6. kurz vor dem Ziel bei einem Dreieck absitze, und bis zum Ende des Wettbewerbs bin ich ganz in diesem wunderschönen Fliegerland angekommen und werd auch diese Erfahrungen mitnehmen für die folgenden Comps.

Nach einer versauten Generalprobe wird vermeintlich die Aufführung umso besser –

na dann führt der Weg wohl sicher aufs Treppchen 😉 !!

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