Hay Open 2004

Posted By admin on Jan 13, 2004 | 0 comments


13. Jan 2004
die Vorhersage für leichten Wind und der Wunsch am letzten Tag eine Aufgabe nahe der Stadt zu beenden veranlasst den Organisator eine 163 km Aufgabe bestehend aus zwei Ziel-Rück Flügen entlang der örtlichen Landstrassen zu legen. So führt uns der erste Schenkel 38 km nach Nordosten entlang dem Midwestern Hiway, an dem selben zurück gegen den immer stärker werdenden Wind zu einer Senderantenne vor den Toren von Hay. Dann geht es mit seitlichem Rückenwind wieder nach Osten nach Kooroongal, der ersten Wende vom ersten Task und dann zurück gegen den Wind 25 km nach Carathool.
Der SüdwestWind frischt so stark auf, dass es aussichtlos erscheint ….

…. den zweiten Wendepunkt zu schaffen, 45 min brauchen wir für den ersten, über drei Stunden für den Zweiten Schenkel zurück nach Hay. Die Windgeschwindigkeiten werden mit 35 bis 45 km/h aus den GPS gelesen. So wird die zweite Wende zur entscheidenden Aufgabe des Tages. Nur 10 Piloten schaffen dies und die Belohnung für den stundenlangen Kampf gegen den Wind ist die Reise entlang dem Murrumbidgee mit 95 km/h Groundspeed. Das kann ich erzählen weil ich einer der Glücklichen war die dies erleben durften. Fast alle anderen sind nicht ganz einverstanden mit den Aufgabenstellern und abends gibt es verständlicherweise wilde Diskussionen – für die kommenden PreWorlds beschliessen wir 30 min vor dem Tasksetting mit dem UL einen Windtrace zu erstellen, um solche wilde Fliegerei ohne Vorwärtskommen zu vermeiden.
Mich hat ein 4m Bart beim 4. Anlauf auf die Wende gerettet und so hatte ich die Gelegenheit mit Rohan um den Tagessieg zu fliegen. Taktisch geschickt fliegen wir den letzten Wendepunkt mit max möglicher Höhe an, eh wir dann kurz vor 20 Uhr gegen den Wind ausgleiten, Rohan etwas tiefer verscuht sich noch in einem schwachen Aufwind der Ihn mehr Strecke kostet wie er Höhe bringt, ich verlasse mich auf eine gute Spur gegen den Wind und mach noch 4 km gut – der erste Tagessieg für mich in einem internationalen Comp – Olli erwischt es nicht ganz so gut und kommt heut auf den 14. Platz. Die Endergebnisse werden uns erst mal vorenthalten, damit alle noch gespannt auf die abendliche Siegerehrung warten. Aber dank Adam Riese und vorbehaltlich eines Protests finden wir heraus, es Jonny Durand gewinnen, Kraig Coomber Zweiter und ich bin mit auf dem Treppchen als Dritter.

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Resümee:
Die Hay Open eigentlich abgesplitteter Wettbewerb der Vor WM wurde lachs organisiert. Von Pilotenseite wurden anspruchsvollere Aufgaben erwartet, Rohan Holtkamp als Besitzer der organisierenden Flugschule nimmt als Pilot zu viel Einfluss auf die Entscheidungen der Komitees. James Freeman der eine gute Promotion für die WM gefahren hat ist nicht da, deswegen gibt es keine Ergebnisse auf der WebSite, das sind alles Dinge die kein prfessionelles Licht auf das Organisationsteam werfen. Aber dazu gibt es ja die Vor WM, so sind alle gewarnt diese Dinge für die Worlds im Januar 2005 in den Griff zu bekommen.
Sportlich gesehen hatten wir einen guten selektiven Wettbewerb mit einer quantitativ leider nicht ganz so starken Beteiligung wie in den vergangenen Jahren, Olli und Lukas konnten sich im Feld gut behaupten und für Lukas wird es zusammen mit dem 6. Platz aus der Vor EM im letzten Juni, der erfolgreichste Wettbewerb so weit. Die Form der Deutschen ist weiter ansteigend – Ihr werdet hier sehen wohin das noch geht !!!

12. Jan 2004
nur 15 km/h Wind aus südlichen Richtungen verleitet das Task Comitee eine im Flachland recht seltene Ziel-Rück Aufgabe zu versuchen. 100 km sollen es im ganzen “nur” werden. Erst mit Rückenwind nach “one Tree”, dann einen Seitenwindschenkel Richtung Westen nach Corrong, den gleichen Schenkel Richtung Osten zurück, und gegen den Wind den Endanflug zurück nach Hay.
Die Luftmasse hat sich nicht erneuert und der angekündigte Trog lässt hier auf sich warten so fliegen wir wieder in der stark inversiven Luft mit Basis 1400m am Startgate und 50 Drachen am selben Fleck. 14 Uhr war die erste Startmöglichkeit der Spitzenpulk entscheidet sich für 14.45 Uhr. Viele “low safes” veraten dass auch die Gleiter nicht gerade in guter Luft stattfanden. Ich selbst habs gut erwischt und fühle nur am Funk mit Attila der sich schon vor dem Startgate schon mal mit offenem Gurtzeug nach der “ReFlyZone” erkundigt.
Auf Kurs dann sind wir effektiv im Pulk unterwegs und das Finden von guten Spuren ist heut wichtig, wie eigentlich immer ;-). So dividiert sich das Feld dann erst auf dem anspruchsvollen Gegenwindendanflug auseinander. Olli, der den ganzen Tag gut dabei verliert zum Schluss etwas die Nerven, setzt seinen Endanflug zu tief an und muss vor der Ziellinie zum landen. Ich bin zu relaxt, drehe mit David Seib noch mal komfortabel auf und verliere dabei sicher ein paar Minuten, kontrolliere aber meinen Pulk da die ersten drei sich eh schon aus dem Staub gemacht haben.
Heute der Finaltag der Hay Open – und dann beginnen nahtlos die Pre-Worlds

11. Jan 2004
der Tag begann mäßig – die Thermik befördert uns heut über dem Hay paddock auf 1400 m und es ging einfach nicht höher. 65 Piloten stoßen an diesem Deckel an und keiner konnte sich so richtig motivieren los zu fliegen. Fast alle warten bis um 14.30 bei immer noch 1400 m und da war dann auch klar dass die 147 km über Goolgowi nach Hillston kein Zuckerschlecken werden.
Es bildet sich schnell ein effektiver Pulk in dem auch Olli und Lukas mit dabei sind – aus den anfänglich 40 Piloten werden bis zur Wende 10 und auf dem Seitenwindteil nach Hillston sind wir zum Schluß noch mit 6 Mann unterwegs. Es gab heftige Inversionen in 1000 m und 1400 m, nur zwei mal während dem ganzen Flug waren wir auf 1800 m, die thermischen Aufwinde waren schwer zu finden und eben so schwer zu zentrieren.
Von den Top Piloten kamen Gerolf und Bo heute nicht sehr weit, beide riskierten am Anfang zu viel, flogen bei der niedrigen Basis allein und das war heut nicht das gute Rezept zum Erfolg.
Im Bereich eines Höhentrogs ist evtl Labilisierung in den kommenden Tagen zu erwarten, wir lassen uns überraschen

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10. Jan 2004
Unser Wettermann Len Paton liest aus den Daten der lokalen Wetterstationen für heute wenig Wind. Beim morgendlichen Briefing um 10 Uhr im örtlichen Waradgery Club macht er uns Aussichten auf Dreieckswetter. Als wir dann allerdings aufs Paddock kommen bläst uns schon ein mäßiger Südwestwind entgegen, der dann bis zu den ersten Starts um 12.30 Uhr auf stattliche 30 km/h auffrischt.
Die Aufgabe wird ein Zielflug über 136 km bis kurz vor Narrandera – wieder entlang am Murrumbidgee River, landschaftlich wunderschön nutzen wir reichlich die Triggerspots an denen die Thermik luvseitig vom Fluß abreißt. Es bildet sich am Startgate ein großer Pulk, der dann auch die meisten in Ziel schaukelt, Olli ist dort dabei – ich grundel noch etwas länger am Start rum bin dann spät dran und kann das auf die Spitzenleute auch leider nicht mehr auffliegen, aber auch mit diesem Schicksal bin ich nicht allein.
Im Ziel dann spielen sich gegen 16.30 uhr noch wilde Szenen mit den Dustdevil ab. Der Drachen eines Japaners wird 30 m hoch in die Luft gehoben, fliegt dann 30 sec durch die Luft bis er senkrecht auf der Nase aufschlägt. Jonny kann seinen Drachengerade noch rechtzeitig festhalten, trägt aber dabei Verletzungen am Arm davon. So schön es ist in dieser “big air” hoch oben zu fliegen, so vorsichtig muß man am vor dem Start und nach der Landung am Boden agieren.

9. Jan 2004
gleich nach dem Aufwachen fehlt, das Rauschen der Bäume !! Der Wind hat nachgelassen, blauer Himmel über Hay – das gibt die erste Aufgabe heut.
von Hay aus geht es erst 70 km nach Osten, entlang dem Murumbidgee River, der dieses Jahr auch wieder deutlich mehr Wasser führt, Kooroongal ist die erste Wende, von dort biegen wir nach Norden ab, 60km entlang einer Dirtroad nach Goolgowi welches am Mid Western Hiway liegt, und dann noch mal 30 km nach Südwesten. 160 km und sozusagen ein nicht geschlossenes Dreieck. Bei 25 km/h Südwestwind wird der letzte Schenkel bei Gegenwind sicher sehr selectiv….

Das erste Startgate öffnet um 13.30 Uhr und die weiteren im 15 min Abstand, 10 km Radius hat der Startzylinder- bei dieser Windgeschwindigkeit ist gleich mal die erste Aufgabe das Rausdriften aus dem Startzylinder zu verhindern.
Es bilden aufgrund des Windes keine großen Pulks und deswegen, wie auch wegen der maximal 1500 m Basis verlieren sich auch die meisten kleineren Gruppen schon vor dem ersten Wendepunkt. Ab 15 Uhr wird dann stellenweise auch noch eine weitere Inversionsschicht durchbrochen und es geht ab und an auch mal auf 1800 m hoch, das mach den zweiten Seitenwindschenkel etwas leichter. Die 30 km Gegenwind ins Ziel werden dann zur Geduldsprobe, bei schon wieder reichlich nachlassender Thermik nutzen nur die 2m/s Bärte wirklich was, weniger Steigen führt zum JOJO Spiel.
Schlussendlich machen es 19 Piloten ins Ziel – Olli hatte Mühe vom Start weg zu kommen und hat dann zusammen mit Kraig das Feld von hinten aufgerollt, zweitbeste Zeit des Tages und Platz 7. Ich hatte ein leichte Probleme auf dem ersten Schenkel, hab dort auch wegen der niedrigen Basis eingebremst und bin 9. für den Tag. Oleg und Gerolf sind vor dem Ziel landen gegangen und Rohan Holtkamp als einer der schnellsten wurde wegen GPS Fehler abgewertet.

8. Jan 2004
heute nach zog noch mal eine trockene Kaltfront durch, die uns wunderschöne Cumuli aber reichlich Wind bescheren. Die Organisatoren schicken uns nach einem zweiten Briefing um 12 Uhr aufs Paddock um dort auf Wetterbesserung zu warten die Vorhersage behält recht und nach 2 Stunden Warten im erstaunlich behaglichen, weil mit grünem Gras bewachsenem Schleppfeld wird der Tag abgesagt. Die Schlepptugs machen ein paar Rundflüge und Len Paton und David Seib starten zu einem Flug, bei ca 50 km/h Wind aus Südwest.

7. Jan 2004
der erste der international hoch-klassig besetzten Drachenflugwett-bewerbe in Australien startet mit Regen im Outback. Die Farmer freuen sich, Niederschlag ist in dieser Gegend selten. Normal herrschen zu dieser Jahreszeit tropische Temperaturen um die 40 C. Piloten vieler Nationen kommen nach Hay um sich hier für die internationalen Drachenflugevents in der kommenden Flugsaison fit zu machen. Nach den Hay Open finden ab dem 14. Jan. die Vor-Weltmeisterschaften an gleicher Stelle statt und im Anschluß daran geht in die australischen Berge nach Mt. Beauty zu den “Australian Nationals”.

Nachdem es schon bei der Anreise schon anfing zu tröpfeln, kam dann in der Nacht doch reichlich Wasser vom Himmel – äußerst ungewöhnlich für die heißeste und trockenste Gegend von New South Wales. Wir hoffen auf Wetterbesserung und schicken einen warmen Gruß nach Germany.

hier der Link zur offiziellen WebSite vom Veranstalter Dynamic Flight

Gutscheine haben für Euch immer im Programm – flieg mit uns im Ultraleichtflugzeug oder Trike über die Königsschlösser von Potsdam, oder gönne Dir das Abenteuer des lautlosen Gleitens im Paraglider (Gleitschirm) oder im Drachenflieger. Laß Dich von uns in die einfachsteArt des Fliegens einweihen oder verschenke dies an liebe Freunde

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